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Kandidatenvorstellung im Ortsteil Mambach

Mambach. Die Position der SPD-Fraktion zum diskutierten Biosphärengebiet hatte für die Bürger aus Mambach, die zur Wahlveranstaltung der SPD-Gemeinderatskandidaten gekommen waren, eine große Bedeutung. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann es noch keine klare Aussage geben“, betonte Fraktionssprecher Thomas Kaiser. Noch zu viele wichtige Fragen seine ungeklärt, und besonders fehle ein konkreter Satzungsentwurf. „Wir haben noch nichts, worüber wir wirklich konkret diskutieren könnten“, ergänzte Erwin Vollmer.

Die SPD-Kandidaten trafen sich nach einem Besuch der Alten Schmiede mit Mambacher Bürgern im Bürgerhaus, um sich den Fragen, der Kritik und den Anregungen der Bürger zu stellen. Ortsvorsteher Klaus Wetzel eröffnete die Veranstaltung im Bürgerhaus. „Dass wir in diesem schönen Haus zusammenkommen können, ist für Mambach ein echter Glücksfall“, erklärte er. Es sei zwar eine schwere Geburt und sehr viel Arbeit gewesen, so der Ortsvorsteher, „aber es hat sich gelohnt“. Sein Dank galt dem Gemeinderat und der Verwaltung, die sich für dieses Projekt eingesetzt hatten. Gleichzeitig forderte er mit Nachdruck eine Offenlegung der mit dem Projekt verbundenen Kosten und einer Aufstellung über die von Mambacher Bürgern erbrachten Eigenleistungen. Als noch offenes Problem sprach er die Frage der Parkplätze vor der Schmiede an. Das dort befindliche Grundstück befinde sich im Eigentum der Stadt, und es wäre wünschenswert, wenn die Stadt dieses Grundstück zur Verfügung stellen würde. Hier konnte Thomas Kaiser gute Nachrichten überbringen. Der Bürgermeister habe am Dienstag bestätigt, dass die Stadt das angesprochene Grundstück für Parkplätze zur Verfügung stellen wird. Gleichzeitig unterstrich er die Forderung nach einer Offenlegung der Projektrechnung. „Es ist unstrittig, dass die Bürger ein Recht haben, über Kosten und Leistungen umfassend informiert zu werden“, so Thomas Kaiser.

In der Diskussion mit den Bürgern wurden einige aktuelle Fragen angesprochen. So waren die Bürger mit der Umsetzung der Breitbandversorgung in den Ortsteilen unzufrieden. Die Stadt sei hier sehr früh und sehr konkret aktiv geworden, berichtete Thomas Kaiser. „Aber wir können erst dann mit der Umsetzung beginnen, wenn der Kreis seine Aufgaben erledigt hat“, so der Fraktionssprecher. Und hier hapere es im Augenblick noch. Zur Zeit werde im kreis noch diskutiert, ob das so genannte Backbone über eine Tal- oder eine Bergtrasse verlegt werden soll, ergänzte Erwin Vollmer. So lange dieser Entscheid nicht getroffen ist, kann die Stadt nicht weiter machen. Der Befürchtung, dass dann die Umsetzung noch Jahre dauern kann, wollten die SPD-Kandidaten nicht folgen. „Der politische Wille für die Breitbandversorgung des ländlichen Raums ist vorhanden“, erklärte Thomas Kaiser. Und Erwin Vollmer verwies darauf, dass der Gemeinderat einstimmig für die Umsetzung gestimmt hat.

Großes Thema für die Bürger war die Stellung der SPD-Fraktion zum geplanten Biosphärengebiet. „Wir stehen erst am Beginn der Diskussion“, erläuterte Thomas Kaiser. Zwar habe Schönau und die Gemeinden des Verwaltungsverbandes sich für ein BSG ausgesprochen, aber für die Zeller SPD seien noch zu viele Fragen nicht eindeutig geklärt. „Es gibt noch keine verbindlichen Aussagen, was in den einzelnen Zonen gemacht werden darf und was nicht“, so Thomas Kaiser. Welche Restriktionen sollen unter Umständen gelten?, sei eine weitere offene Frage. „Wir lehnen weitere Restriktionen ganz klar ab, und wir wollen wissen, was ein Beitritt zum BSG für Auswirkungen auf Landwirtschaft, Gewerbe, Tourismus und unsere Bürger hat“, betonte Thomas Kaiser. „Für uns ist keine konkrete Diskussion möglich, so lange kein Satzungsentwurf vorliegt“, ergänzte Erwin Vollmer. „Auf jeden fall werden wir uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass eine Diskussion über einen Beitritt zum Biosphärengebiet im intensiven Austausch mit unseren Bürgern geführt wird“, erklärte Thomas Kaiser.